Connector für PostgreSQL – Funktionen und Einstellungen
Mit dem Connector für PostgreSQL können Sie eine Verbindung zu PostgreSQL-Datenbanken herstellen und auf Daten aus diesen zugreifen. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu den Funktionen, den verfügbaren Einstellungen und den Besonderheiten, die Sie beachten sollten, wenn Sie mit Datenverbindungen zu PostgreSQL arbeiten.
Seiteninhalt
Connector-Funktionen
Die folgenden Funktionen sind verfügbar, wenn Sie mit dem Connector für PostgreSQL auf Daten zugreifen.
| Funktion | Unterstützt? |
|---|---|
| Laden von Methoden |
|
| Benutzerdefinierte Abfragen | Ja |
| Gespeicherte Prozeduren | Ja |
| Benutzerdefinierte Verbindungseigenschaften | &Nein |
| Single-Sign-on mit Identitätsanbieter | &Nein |
| Dokumenterstellung im Webclient | &Nein |
| In der Spotfire-Distribution unter Linux enthalten | Ja |
Datenquelleneigenschaften
Im Folgenden sind die unterstützten Datenquelleneigenschaften aufgeführt, die Sie konfigurieren können, wenn Sie eine Datenverbindung mit dem Connector für PostgreSQL erstellen.
| Option | Beschreibung |
|---|---|
| Server |
Der Name des Servers, auf dem sich Ihre Daten befinden. Wenn Sie eine Portnummer angeben möchten, fügen Sie die Nummer durch einen Doppelpunkt getrennt direkt nach dem Namen hinzu. Beispiel mit Portnummer: MyDatabaseServer:1234 |
| Authentifizierungsmethode |
Die Authentifizierungsmethode für die Anmeldung bei der Datenbank. Wählen Sie zwischen Windows-Authentifizierung und Datenbank-Authentifizierung aus. Windows-Authentifizierung Bei der Windows-Authentifizierung (z. B. Kerberos) wird das Zugriffstoken des angemeldeten Benutzers verwendet. Benutzer mit den entsprechenden Zugriffsrechten können eine Verbindung herstellen und Daten lesen. Domänenanmeldeinformationen werden nicht in der Analysedatei gespeichert. Benutzername und Kennwort Bei Verwendung von Benutzernamen und Kennwort erfolgt die Authentifizierung anhand eines Datenbankbenutzers. Datenbank-Anmeldeinformationen können mit einer Einstellung im Dialogfeld „Datenquelleneinstellungen“ unverschlüsselt als Bestandteil der Analysedatei gespeichert werden. In der Analysedatei gefundene Anmeldeinformationen werden für die automatische Authentifizierung bei der Datenbank verwendet. Werden keine Anmeldeinformationen oder Anmeldeinformationsprofile in der Analysedatei gefunden, werden alle Benutzer, die die Datei öffnen, zur Eingabe von Datenbank-Anmeldeinformationen aufgefordert. Beachten Sie, dass die Aufforderung zur Eingabe von Anmeldeinformationen nicht erfolgt, wenn die in der Analysedatei eingebetteten Anmeldeinformationen fehlerhaft sind. |
| Use SSL | Bestimmt, ob SSL (Secure Sockets Layer) für Verbindungen mit der Datenbank aktiviert ist. |
| SSL-Modus |
[Nur verfügbar, wenn Sie SSL verwenden auswählen.] Legt den SSL-Modus fest, der bei Verbindungen zur Datenbank verwendet werden soll. Es stehen folgende Optionen zur Verfügung: allow SSL-Verschlüsselung wird nur auf Anforderung des Servers verwendet. prefer SSL-Verschlüsselung sollte verwendet werden, wenn sie vom Server unterstützt wird. require SSL muss immer verwendet werden. verify-ca [Um diese Option verwenden zu können, ist eine Zertifikatdatei erforderlich.] SSL muss verwendet und das Zertifizierungsstellenzertifikat des Servers muss überprüft werden. verify-full [Um diese Option verwenden zu können, ist eine Zertifikatdatei erforderlich.] SSL muss verwendet und das Zertifizierungsstellenzertifikat des Servers muss überprüft werden; der Server-Hostname muss mit dem Hostnamen des Zertifikats übereinstimmen. Weitere Informationen zur Verwendung des SSL-Modus finden Sie in der offiziellen PostgreSQL-Dokumentation. |
| Zertifikatdatei einbetten |
[Nur verfügbar, wenn Sie SSL verwenden auswählen.] Die SSL-Zertifikatdatei, die zum Überprüfen des Datenbankservers verwendet werden soll, wenn Sie den SSL-Modus „verify-ca“ oder „verify-full“ auswählen. Klicken Sie zum Einbetten eines Zertifikats auf Durchsuchen und wählen Sie eine Zertifikatdatei auf Ihrem Computer aus. Die Zertifikatdatei wird eingebettet und in der Spotfire-Datenquelle gespeichert. Tipp: Da die Zertifikatdatei eingebettet ist, müssen andere Benutzer die Zertifikatdatei nicht auf ihren Computern speichern.
Welche Zertifikatdatei soll ich verwenden? Anmerkung: Wenn Sie auf einem öffentlichen Spotfire Server (nicht lokal) arbeiten, können Sie nur Zertifikatdateien mit öffentlichen Schlüsseln verwenden.
Die Zertifikatdatei muss mit dem Zertifikat der Zertifizierungsstelle auf dem Datenbankserver übereinstimmen. Es wird empfohlen, nur Zertifikatdateien mit öffentlichen Schlüsseln zu verwenden. Die Verwendung von Zertifikatdateien mit privaten Schlüsseln kann ein Sicherheitsrisiko darstellen, da die Zertifikatdatei in die Spotfire-Datenquelle und möglicherweise auch in Analysedateien eingebettet ist. Um Zertifikatdateien mit privaten Schlüsseln einbetten zu können, müssen Sie Teil einer Benutzergruppe sein, für die die Voreinstellung Tipp: Für eine effiziente Wiederverwendung und Wartbarkeit wird empfohlen, dass Sie Verbindungsdatenquellen in der Bibliothek gemeinsam nutzen.
Anmerkung: Wenn Sie keine Zertifikatdatei einbetten, versucht der PostgreSQL-ODBC-Treiber, eine Zertifikatdatei in einem Standardverzeichnis zu verwenden. Wenn Sie diese Methode verwenden, müssen Sie die Zertifikatdatei in diesem Verzeichnis auf allen Computern ablegen, auf denen Automation Services oder Web Player-Dienste ausgeführt werden. Weitere Informationen zum standardmäßigen Umgang des Treibers mit Zertifikatdateien finden Sie in der offiziellen Dokumentation von PostgreSQL.
|
| Anzeigen | Öffnen Sie in Windows das Dialogfeld „Zertifikat“, in dem Sie Informationen zur eingebetteten Zertifikatdatei anzeigen können. |
| Entfernen | Entfernen Sie die eingebettete Zertifikatdatei. |
| Datenbank | Wählen Sie die gewünschte Datenbank in der Dropdownliste aus. Sie können auch den Namen der gewünschten Datenbank eingeben. |
| Genetische Optimierung verbieten | Legt fest, ob die Einstellung Genetische Optimierung verbieten im PostgreSQL-ODBC-Treiber für Verbindungen zur Datenbank verwendet werden soll. |
| Anweisungen analysieren |
Legt fest, ob die Einstellung Anweisungen analysieren im PostgreSQL-ODBC-Treiber für Verbindungen zur Datenbank verwendet werden soll. |
| Serverseitige Vorbereitung |
Legt fest, ob die Einstellung Serverseitige Vorbereitung im PostgreSQL-ODBC-Treiber für Verbindungen zur Datenbank verwendet werden soll. |
| Größe des Verbindungszwischenspeichers |
Die Anzahl der Zeilen im Tupel-Zwischenspeicher. Der Standardwert ist 100 Zeilen. |
| SysTable-Präfixe |
Präfixe von Tabellennamen in der Datenbank, die als Systemtabellen behandelt werden sollen. Trennen Sie Werte mit einem Semikolon.
|
| Verbindungszeitüberschreitung (s) |
Die maximale Zeit in Sekunden, die für das Herstellen einer Verbindung zur Datenbank zulässig ist. Der Standardwert ist 120 Sekunden. |
| Befehlszeittüberschreitung (s) |
Die maximale Zeit in Sekunden, die für die Ausführung eines Befehls zulässig ist. Der Standardwert ist 1.800 Sekunden. |
Unterstützte Datentypen
Wenn Sie eine Verbindung zu einer externen Datenquelle einrichten, muss Spotfire die Datentypen in der Datenquelle den Datentypen in Spotfire zuordnen. Die folgenden Datentypen werden vom PostgreSQL-Connector unterstützt.
| Datenbank-Datentyp | Spotfire-Datentyp |
|---|---|
| BYTEA | Binary |
| GEOMETRIE | Binary Anmerkung: Dieser Datentyp wird in benutzerdefinierten Abfragen nicht unterstützt.
|
| BOOL | Boolean |
| MONEY | Currency |
| DATE | Date |
| TIMESTAMP | DateTime |
| TIMESTAMPTZ | DateTime |
| BIT | Integer Anmerkung: Dieser Datentyp wird in benutzerdefinierten Abfragen nicht unterstützt.
|
| INT2 | Integer |
| INT4 | Integer |
| SMALLSERIAL | Integer |
| SERIAL | Integer |
| INT8 | LongInteger |
| BIGSERIAL | LongInteger |
| FLOAT8 | Real |
| FLOAT4 | SingleReal |
| BPCHAR | String |
| VARCHAR | String |
| TEXT | String |
| INTERVAL | String Anmerkung: Dieser Datentyp wird in benutzerdefinierten Abfragen nicht unterstützt.
Bei einigen Versionen von Brytlyt ist es gegebenenfalls nicht möglich, auf INTERVAL-Daten zuzugreifen. |
| CIDR | String |
| INET | String |
| MACADDR | String |
| XML | String |
| TIME | Time |
| TIMETZ | Time Anmerkung: Dieser Datentyp wird in benutzerdefinierten Abfragen nicht unterstützt.
|
| NUMERIC(p,s) |
Wenn p <= 9 und s = 0: Integer/Int Wenn 9 < p <= 18 und s = 0: LongInteger/Long Wenn p <= 15: Real/Double Sonst: Currency/Decimal |
Unterstützte Funktionen
Unterstützte Funktionen sind die Funktionen, die Sie verwenden können, wenn Sie mit datenbankinternen Datentabellen arbeiten, z. B. für berechnete Spalten und benutzerdefinierte Ausdrücke.
Die folgenden Funktionen werden vom PostgreSQL-Connector unterstützt.
| Funktionstyp | Unterstützte Funktionen |
|---|---|
| Datum und Uhrzeit | Millennium, Year, Quarter, Month, Week, Day, DayOfMonth, DayOfYear, DayOfWeek, Hour, Minute, Second, Millisecond |
| Konvertierung | SN |
| Mathematik | Degrees, Abs, Mod, Pi, Radians, Random, Scale, ACos, ACosd, ASin, ASind, Cos, Cosd, Cot, Cotd, Sin, Sind, Tan, Tand, Cbrt, Ceiling, Div, Exp, Floor, Ln, Log, Power, Round, Sign, Sqrt, ATan, ATand, ATan2, ATan2d |
| Operatoren | +, -, *, /, %, & |
| Statistisch | Sum, Avg, Min, Max, First, Last, Count, UniqueCount, Corr, Covar_pop, Regr_avgx, Regr_avgy, Regr_count, Regr_intercept, Regr_r2, Regr_slope, Regr_sxx, Regr_sxy, Regr_syy, Stddev, Stddev_pop, Stddev_samp, Variance, Var_pop, Var_samp |
| Text | Concat, Initcap, LeftStr, Length, Lower, LTrim, Md5, RightStr, RTrim, Repeat, Replace, Reverse, Strpos, Trim, Upper, Bit_length, Char_length, Octet_length, Btrim, Chr, To_ascii, To_hex, Substr, Translate, Convert, Convert_From, Convert_To |
Binning wird auch von PostgreSQL unterstützt.